Insight Out meets Jazzpilot*innen: Intersektionalität in Jazzpädagogik und politischer Bildung

11.05.2022 | 17:00-19:00 Uhr


Themenbereich: Jazzpilot*innen


Format: Panel


Referent*innen: Prof. Mario Dunkel/ Peter Klose/ Nava Zarabian


Inhalt: Die “Jazzpilot*innen” bilden eine Arbeitsgruppe der Deutschen Jazzunion. Seit 2020 ist diese Teil eines Kooperationsprojektes der Deutschen Jazzunion mit der Bundeszentrale für politische Bildung, das Berührungspunkte zwischen Jazzpädagogik und politischer Bildung auslotet. Bei der Veranstaltung wird nach der Möglichkeit einer intersektionalen Perspektive in den beiden Bereichen gefragt. Die Veranstaltung schließt mit einer für alle Teilnehmenden offenen Diskussion über Schnittmengen von politischer Bildung und Jazzpädagogik.



Teil 1: Diversitätssensible Perspektiven in der Politischen Bildung

Der Input beschreibt den Umgang mit Rassismus in der politischen Bildung als Teil unseres Alltags und unserer Gesellschaft. Egal, ob sichtbar oder unsichtbar – Rassismus beeinflusst unsere Beziehungen und das Miteinander und wirkt gewaltvoll. Die Erfahrungen von Betroffenen werden aber häufig nicht wahrgenommen. In der Auseinandersetzung mit Rassismus sind es oftmals die Debatten um Sprache und Bilder, die viele verunsichern. Der Input sensibilisiert dafür, wie in der politischen Bildungsarbeit mit unterschiedlichen Formen und Mechanismen von Rassismus umgegangen wird.



Nava Zarabian

Nava Zarabian studierte Islamwissenschaften und Musikwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach dem Studium war sie als Referentin für Islamismus im Netz tätig. Seit 2020 arbeitet sie als Bildungsreferentin der Bildungsstätte Anne Frank und leitet dort ein Projekt zum Thema Hass im Netz. 2020 war sie Teil der mit dem Grimme-Online-Preis ausgezeichneten Sendung „Die beste Instanz“. Ihre Themen reichen von Extremismus, Antirassismus bis hin zu popkulturellen Phänomenen.





Teil 2: Intersektionalität in der Jazzpädagogik

In der Jazzforschung gab es in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche Bestrebungen, diversitätssensible Perspektiven auf Jazz und Jazzgeschichte zu entwickeln. Gleichzeitig scheint aber auch (zumindest in Teilen) eine Abkopplung der Jazzforschungsdiskurse von Jazzvermittlung, -pädagogik und -praxis stattgefunden zu haben. Der Vortrag skizziert zunächst verschiedene diversitätssensible Perspektiven, die in den vergangenen 30 Jahren in der Jazzforschung entstanden und weiterentwickelt wurden. Anschließend werden auf Grundlage dieser theoretischen Darstellung Lehrmaterialien zu Jazz und Jazzgeschichte sowie Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis besprochen. Die anschließenden Diskussion dreht sich um die Frage, was es heißt, Jazzvermittlung diversitätssensibel und intersektional zu gestalten.



Prof. Mario Dunkel ist Juniorprofessor für Musikpädagogik mit Schwerpunkt transkulturelle Musikvermittlung am Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Musikpädagogik und transkulturelle Musikvermittlung, Zusammenhänge zwischen Musik und Politik sowie kultur- und musikwissenschaftliche Forschung zu Jazz und populärer Musik. Er ist u.a. Autor von The Stories of Jazz: Narrating a Musical Tradition (2021) sowie Mitglied der Editorial Boards von Jazz Education in Research and Practice und Jazz Research Journal. Er ist außerdem Principal Investigator des internationalen Forschungsprojekts „Popular Music and the Rise of Populism in Europe“.


https://uol.de/mario-dunkel



Peter Klose arbeitete als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund, betraut mit Lehrveranstaltungen zu Musikpädagogik und -didaktik sowie zu Geschichte, Theorie und Praxis der populären Musik und des Jazz. Seit 2018 befindet er sich im Schuldienst am Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund. Seine Forschungstätigkeiten befassen sich mit der Praxeologie von Musik und Musikunterricht.



https://www.musik.tu-dortmund.de/institut/personen/ehemalige-mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter/peter-klose/



Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist hier möglich.


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung statt.