Jazzpilot*innen-Symposium: Jazz trifft Politische Bildung

Reflexive Praktiken als Schnittstelle von Jazzvermittlung und Politischer Bildungsarbeit


06.11.21 | 10:00–19:00 Uhr


Themenbereich: Bildung


Format: Symposium


Inhalt:

Jazzpilot*innen ist ein bundesweites Modellprojekt zur Förderung von Diskurs- und Demokratiefähigkeit durch Jazzimprovisation in Instrumentalklassen, Schulensembles und -chören. Es wird von der Deutschen Jazzunion in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb durchgeführt. Auf dem Weg zu einem flächendeckenden Bildungsangebot werden im Rahmen dieses Symposiums Schnittstellen von Jazzvermittlung mit politischer Bildung thematisiert. Der Fokus liegt dabei auf Reflexiven Praktiken als Teil von Jazzvermittlung und politischer Bildungsarbeit. Das Programm richtet sich an alle interessierten Jazzmusiker*innen, Jazzpädagog*innen und politischen Bildner*innen. Eine Teilnahme ist digital über die Digitale Akademie der Deutschen Jazzunion möglich.


Hier geht es zur Anmeldung.


Programm


10:00 –10:05 Uhr

Begrüßung


10:05–10:30 Uhr

Werkstattbericht Jazzpilot*innen

Vorstellung des Projekts durch die Projektkoordinator*innen und Mitglieder der Fachgruppe Jazzpilot*innen.


10:30–12:00 Uhr

Reflexive Practices im Kontext verschiedener Jazzpädagogik-Stile

Referent: Benjamin Viale

Der Vortrag fragt nach der Bedeutung des Begriffs „Jazzpädagogik“ und welche Rolle Reflexive Praktiken dabei spielen. Er geht auf verschiedene Traditionslinien, Missverständnisse sowie die Vielfältigkeit des Begriffs ein. Anhand von Fallbeispielen werden bestimmte Richtungen vorgestellt und diskutiert.

Benjamin Viale hat an der Musikhochschule Köln ein künstlerisches Studium als Jazzmusiker und ein wissenschaftliches Studium in Musikpädagogik absolviert. Aktuell arbeitet er an einer Dissertation über Jazzeducation und deren Potential für den Musikunterricht in heterogenen Gruppen. Nach jahrelanger Tätigkeit als Schlagzeug- und Banddozent an Musikschulen unterrichtet er nun an einer allgemeinbildenden Schule die Fächer Musik und Pädagogik.


12:00 –13:00 Uhr

Mittagspause


13:00–15:00 Uhr

Einen Schritt zurück – Reflexionsmethoden in der Praxis politischer Bildung

Referent*innen: N.N. (Verstärker – Netzwer aktivierende Bildungsarbeit / bpb

Der Workshop gibt praktischen Einblick in den Methodenkoffer politischer Bildung. Gemeinsam werden wir verschiedene Reflexionsmethoden kennenlernen und ausprobieren. Außerdem werden darüber diskutieren, ob und wie sie in jazzpädagogischen Kontexte übertragen werden könnten.

Das Verstärker – Netzwerk aktivierende Bildungsarbeit / bpb bietet eine Plattform für Multiplikator*innen der politischen Bildung und Sozialen Arbeit, die mit sogenannten bildungsbenachteiligten" Jugendlichen arbeiten. Im Zentrum steht dabei der professionelle Austausch rund um das Thema politische Jugendbildung und die daraus resultierende Vernetzung und Qualifizierung. Alle Beteiligten sollen sich mit ihren jeweiligen Interessen, Bedürfnissen und Möglichkeiten in das Netzwerk einbringen können.


15:00–15:30 Uhr

Kaffeepause


15:30–16:00 Uhr

Reflexionsrunde


16:00–18:00 Uhr

Workshop zu reflexiven Praktiken als Teil von Jazzvermittlungsprojekten

Referent*in: Lisa Hoppe

Das Konzept für den Improvisations-Workshop unserer Träume war geschrieben – aber da wussten wir noch nicht, dass die Arbeit jetzt erst beginnt. Erfahrungsberichte und Stolperfallen auf dem Weg zur Umsetzung unseres pädagogischen Projektes MIA – Musikalische Improvisation für Alle. Themen: Kooperationspartner*innen finden, Förderung beantragen, sich für ein Geschäftsmodell entscheiden, Branding und Vermarktung, Verträge machen, Anlaufstellen für Hilfe finden.

Lisa Hoppe ist Kontrabassistin, Komponistin und Musikpädagogin. Im Grenzgebiet zwischen Jazz, Freier Improvisation und experimentell-zeitgenössischer Musik fühlt sie sich zu Hause. Sie studierte Kontrabass in Bremen (D) und Bern (CH), arbeitete bis 2020 in New York City (USA) und lebt nun in Berlin. Gemeinsam mit der Posaunistin & Komponistin Julia Rüffert gründete sie im Januar 2019 das Workshop-Projekt MIA, welches Menschen mit und ohne musikalische Vorbildung einen Einstieg in die Freie Improvisation ermöglichen soll.


18:00–19:00

Abschluss


Hier kannst Du dich für die Veranstaltung anmelden!


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb statt.